Im Schraubenwahn

Also so ne große Veranda ist echt enorm viel Arbeit! Phil hat es ausgerechnet: Für die komplette Terssse sind es ca. 1100 Schrauben, die es zu vesenken gilt. Und dabei ist es mit reindrehen gar nicht getan; erst muss man ein Loch bohren, dann für den Schraubenkopf ein Senkloch fräsen und schließlich die Schraube mit viel Kraft reinschrauben. Warum das alles? Damit das Holz zum einen nicht einreißt und zum anderen damit die Schraube ebenerdig mit dem Brett ist. 

Praktisch. Zwei oder drei Akkuschrauber, dann muss man nicht ständig den Aufsatz wechseln

Oben Senkloch unten schon mit Schraube drin
Fast fertig. Noch die Treppe wieder dran und hoffentlich noch die Zierleiste. Wird knapp…

Morgen um die Zeit sitzen wir hoffentlich im Auto. Und noch sooo viel zu tun. Keine Zeit verlieren.

Aber den goldenen Oktober genießen wir trotzdem…

Grüße 

Von Joghurt, Tierspuren und einer Veranda 

Guten morgen.

Hurra die Sonne scheint. Man lernt das so zu schätzen. Gestern war wieder ein arbeitsreicher Tag. Zunächst hieß es Etiketten stempeln und Joghurt verpacken. 

So sieht die eine Seite des Wagens aus. Meistens sind zwei volle Wägen zu verpacken

Insgesamt waren es gestern 624 Gläser. Wohoo. Und danach ging es weiter mit Hagebutten ernten. Zwischendurch noch Wäsche aufhängen (nachdem nun die natürliche Trocknung wieder funktioniert😉) und dann Bolognese kochen. Natürlich aus Schaffleisch. Hmmm. Nach dem Kochen mussten die Schafe noch gefüttert werden. Dann gönn ich mir eine Pause und am Nachmittag geh ich mit den Kindern und Muna spazieren. 

Mit Kindern spazieren kann anstrengend sein, aber auch sehr bereichernd. Kinder sehen die Welt noch mit andren Augen und während ich die Uhr im Blick habe  (ich muss  nochmal in Stall) entdeckt Fynn Spuren im sandigen Boden.

Na, wer weiß es? Genau, ein Reh

Schon etwas schwieriger…Fynn hatte gleich ne Idee: Rabe. Fast. Eine Krähenspur

Dieses Entschleunigen im Alltag ist oft eine Wohltat. 

Ja. Phil ist auch noch da😉. Ist halt ne große Veranda. Außerdem macht er ja die Lader-Fahrten und hilft mir oft im Stall. 

Fast fertig

Es naht der Abschied. Am Sonntag geht’s nach Dinkelsbühl. Also noch schnell alles fertig machen 😉.  

Wie viele Stunden hat ein Tag nochmal? 

Hallo!

Das war ja gestern sooo schön! Ein wirklich toller Tierpark mit schönen Gehegen und weder zu groß noch zu klein 😊. Ich hab ja noch nie einen Wolf gesehen…und einen Löwen nur drei Meter entfernt. 

Man unterschätzt wie groß diese Tiere sind

The Lion King

Ach ja. Aber eigentlich wollte ich euch ja von unserem arbeitsreichen Tag erzählen. Phil „bastelt“ weiter an der Veranda. Das ist wirklich ein bisschen eine Stückelei. Bei mir ging der Tag mit Fütterung der Laufenten und Schafen los. Fegen und Kraftfutter auffüllen. Dann in den Keller zum Joghurt verpacken. Danach die Blockhütte sauber machen, rein zum Kochen (ich hab heute mit Wirsing gekocht und es hat sogar Phil geschmeckt 😉). Eine kurze Mittagspause und dann auf zum Hagebutten ernten 

Und das ist nur die eine Seite vom Baum

Das ist vielleicht ein undankbares Geschäft. Zum Einen sind die Früchte winzig und es dauert ewig bis sich der Eimer füllt. Zum Anderen gehen sie nicht gerade leicht vom Strauch ab. Mal ganz abgesehen davon, dass man auch noch von den Dornen gepiekst wird.

Mein Ertrag nach fast einer Stunde 😣

Als ich gesehen habe, dass die Schafe auf der Weide sind, flitzte ich in den Stall, um die Türe zu verschließen. Tja. War wohl nix. Der Mist ist mittlerweile so hoch, dass die Türe sich nicht mehr bewegen lässt. Phil hat dann für mich das Außengatter verschlossen. Warum fragt ihr euch? Damit ich in Ruhe einstreuen kann, sonst landet ja das ganze Stroh auf den Schafen.

Alles piko bello. Das bleibt nicht lange so
In freudiger Erwartung vor dem Gatter

Das ist echt ein großer Stall. Mann oh Mann war das ne Arbeit allein. Phil hat mir dann die Futtertische leer gefegt, so dass ich frisches Gras drauf schmeißen konnte. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schwer nasses Gras ist 😫.  Danach war ich körperlich echt am Ende. Aber mein Hund war noch nicht laufen. Also schnapp ich die Kinder und los geht’s zum Spaziergang. Natürlich hängt es genau dann an zu regnen. Um sechs Uhr waren wir wieder da. Nun heißt es Abendessen richten (fehlende Lebensmittel bei Hannah holen und die Kühlsachen aus dem Wohnwagen rübertragen) und Kids ins Bett bringen. Abwasch machen. Phil mach noch Spächtele (kleine Holzstückchen); wir machen hier unser Feuerholz hier alles selber. Geduscht hab ich noch nicht. Auch noch nicht genäht. Wo ist bloß der Tag hin? 

Ich versuch dann mal noch ein paar Stunden aufzutreiben. Bis dann.

Ein bisschen Pech am Glückstag 

Heute haben wir frei. Ein tolles Gefühl. Wir feiern den 2. Geburtstag von Ylvi, ein noch besseres Gefühl 😊. Das Wetter ist zwar bescheiden, aber ihr wisst ja…“Heute kann es regnen, stürmen oder schnei’n…“ 😉. 

Nachdem der Tag nicht ganz so prickelnd gestartet hat, sitzen wir nun im Auto Richtung München in den Tierpark. Juhuu.

Heute früh, so gegen  halb fünf  (eigentlich wollten wir ja ein bisschen „ausschlafen“), hörte ich ganz seltsame Geräusche…Es stellte sich heraus, dass der Zirkuswagen undicht war. Es regnete  (natürlich) auf meine Seite des Bettes, ganz nah am Rand, so dass es auch auf dem am Boden liegenden Luftballon regnete. Das hat sich vielleicht gruselig angehört. Naja. Ich weckte also Phil und dann stand ich da, mit dem Handtuch in der Hand und drückte gegen die undichte Stelle, während Phil auf das Dach kletterte und den Regenablauf wieder funktionsfähig machte  (er war verstopft). Ein spitzen Morgenprogramm! 

Aber davon lassen wir uns natürlich den Tag nicht verderben. Gestern Abend hab ich meinem Sonnenschein noch schnell ein Schnullerband genäht. Sie liebt es ❤.


So. Wir kämpfen uns durch den Münchner Pendelverkehr. Bis dann.

Projekt „Gemüsegarten“ abgeschlossen 

Guten Morgen.

Sorry. Gestern war es wieder nix mit dem Internet. Weiß gar nicht, ob ich es schon erwähnt habe, aber WLAN ist nicht mehr. 

Nun zum eigentlichen Thema: 

Es ist so ein gutes Gefühl ein Projekt zu beenden. Angefangen haben wir mit dem Entfernen von mannshohen Brennesseln und geendet haben wir mit einer Folie, die Jahre hält und unter der das Unkraut verottet. Somit ist der Gemüsegarten nun bereit seine Aufgabe zu erfüllen 😊

Das wird ein Spaß…Mit gefühlter Windstärke 10 Folie auslegen
Jeder Zentimeter wird ausgeleg

Alles beschweren mit Steinen und Brettern

Da fliegt nix weg 😅

Fertig

In der Hoffnung das dieser Garten schon nächstes Frühjahr seiner Bestimmung folgen darf , „übergeben“ wir ihn nun zurück an die Hofbesitzer. 

Mit der Veranda geht es auch voran, trotz dass das Wetter schlechter geworden ist. Die Schafe füttern wir nebenher auch noch. Meine zwei neuen Aufgaben heißen Hagebutten ernten und Blockhütte sauber machen. Nicht zu vergessen, heute muss wieder Joghurt verpackt werden und davor heißt es Etiketten bekleben.

Na denn, auf in einen neuen Tag 🤗

Zimmermann vs. Schreiner oder wie man eine Veranda baut

Grob kennt man ja den Unterschied zwischen einem Schreiner und einem Zimmermann. Michael erklärte: „der Zimmermann bringt seine Maschinen zum Material und der Schreiner bringt das Material zur Maschine“ 😊

In der Halle vom Michael steht z.B. eine große Hobelmaschine, in die muss man die Bretter nur reinschieben und auf der anderen Seite kommen sie gehobelt wieder heraus 😉.  Die langen Bretter konnten wir nicht in der Hobelmaschine hobeln, da der Platz nicht ausreichend war. Also machen wir es wie der Zimmermann und bringen die Maschine zum Material. Alles gehobelt, gefast und ne Kante gemacht für den Regenablauf…Dann kann es ja losgehen.

Die Balken haben wir schon mal hingelegt. Das Grundgerüst konnte stehen bleiben 
23 Balken davon angeschrägt, damit der Regen besser abläuft (und das nur für de  vorderen Teil der Veranda)
Abstände messen, damit die Bretter auch auf den Balken aufliegen
Zusätzlich zum Anschrägen noch ne Folie, so halten die Balken länger
Ein paar kleine Schrauben
Wie der Schreiner kann es eben keiner 😁

So nachher geht’s weiter mit der Veranda. Ich dokumentiere dann den restlichen Verlauf in einem neuen Beitrag 😉

Pfiad euch

Ein halber Tag ist auch viel Arbeit 

Und wieder geht ein Tag zu Ende. Heute morgen, nachdem ich noch schnell ca. 160 Joghurtgläser mit Etikett ausgestattet und verpackt habe, sind wir mit dem Auto losgefahren. Zunächst nach Mühldorf, um Käse und Milch an einen Bio-Laden auszuliefern und schließlich nach Altötting, ein Wallfahrtsort, den Phils Oma eine Zeit lang ihr zu Hause genannt hat. Bei gerade mal 30 km Anfahrt mussten wir da quasi hin.

Wenn man seit langem mal wieder so Touri-mäßig unterwegs ist, fühlt man sich wie ein Hinterwäldler 😅. 

Die Gnadenkapelle im Hintergrund. Alles sehr religiös da

Am Nachmittag waren wir zurück und sofort wurde wiedergeschafft. Phil baut am 2. Teil der Veranda und ich kümmere mich um die Schafe…

Ylvi hilft natürlich beim Füttern
Ein kleiner Hirte mit Mistgabel
Noch ein Küsschen

Altes Gras raus, neues rein, alles fegen und noch neues Stroh, damit die Damen und der Herr auch bequem liegen. 

Anschließend helfe ich Phil noch in der Halle beim „Frasen“ (ihr könnt das gerne googeln 😉). Dann heißt es Abendessen vorbereiten, noch ne Runde mit Muna drehen und die zwei Rabauken ins Bett bringen. So. Tag rum. Fühle mich eigentlich genau wie gestern und da hab ich mindestens 4 Stunden mehr gearbeitet. 

Ja, ja. Auf nem Hof gibt’s nun mal keinen freien Tag in diesem Sinne. Auch etwas, dass wir uns immer wieder bewusst machen.

Heute kam ab Mittag die Sonne raus und gefühlt seit diesem Zeitpunkt habe ich Kopfschmerzen. Ich mach dann jetzt mal Feierabend. Gute Nacht. 

Werkstatt-Feeling

Guten Morgen,

gestern war unser Werkstatt-Tag. Also eigentlich Phils. Aber da hat sich dann die ganze Familie eingeklinkt. Zunächst durfte Fynn mal ein bisschen sägen und hobeln, er meinte passend: „jetzt bin ich auch ein Schreiner,Papa!“ 

Sägen wie ein Großer
Stolz wie Oskar mit dem Zughobel

Am Nachmittag kam der Holznachschub für die Veranda. Das bedeutet 22 Balken grob zusägen, die Kanten fasen und nochmal auf Maß sägen. Da wirds laut. Vorbildlich tragen wir alle die Mickey-Maus-Kopfschützer

Smile 😊
Zwischen den Sägespänen lässt sich prima Baustelle spielen
Diese Mopsbäckchen 😅

Nebenbei sind Phil und ich mittags und abends nun fürs Füttern der Schafe zuständig. Und fürs einstreuen und eben alles was so ansteht außerhalb vom Melken. Ich hoffe ich denke heute ans Bilder machen 🙈.  Draußen stürmt es und es regnet in Strömen. Willkommen zurück Herbst. Also, auf in die Matschsachen. 

Schreckminuten

Und dann war sie weg. Verschwunden im Nebel. Wer? Muna natürlich. Nach 10 Minuten hatte ich die erste Panikattacke. Nach 20 dann die zweite. Und nach einer halben Stunde war ich mit den Nerven völlig am Ende. 

Der Tag fing schon so prima an. Normalerweise steh ich so um halb sieben auf, um dann mit Muna zu laufen. Um 7.12 Uhr hab ich auf den Wecker geschaut. Mist. Das Handy ist in der Nacht ausgegangen. Sch…Akku. Beim Spaziergang ist Muna dann plötzlich weg gewesen. Ich dachte erst noch „die kommt gleich wieder“ und hab mir noch den Spaß gemacht und mich im Maisfeld versteckt. Tja. Falsch gedacht. Madame hatte heute Lust auf einen Trip der besonderen Art.

Mein Handyakku natürlich fast leer. Phil angerufen. Muna ist nicht zum Zirkuswagen gelaufen. Dann ruft er nochmal an. Jemand hat sie gefunden und mitgenommen. Gott sei Dank ist Muna bei Tasso registriert und die haben gleich ne Vermisstenanzeige rausgegeben (das ging alles richtig fix). Der örtliche Tierarzt hat dann bei Phil angerufen. Der nette Herr hat sie mir dann hierher gefahren. Er meinte sie blutet um den Mund rum. Oh Gott, bitte hab kein Reh zum Frühstück gegessen. Nein. Hat sie nicht. Das Blut kommt vom Ohr und ist ihres. Hoffentlich hat ihr ne Katze eine Lektion erteilt.

Alle wieder zurück. Mir reichts dann für heute. 

Servus.

2. Jubiläumsbeitrag

Was? Schon wieder ein Monat rum? Die Zeit rennt. Da wir gerade im Zirkuswagen hausen und zusätzlich noch den Wohnwagen haben, blieb zu mindestens das Platznot-Gefühl aus. Das Urlaubsgefühl schwindet, obwohl wir jetzt wieder viele Tage gutes Wetter hatten. Und trotzdem fühlen wir uns noch wohl und sehnen uns nicht nach dem „normalen“ Leben 😉.

Heute ist das Wetter zwar mies, aber wir haben seit gestern vormittag Besuch 😊. Die Paten der Kinder sind da! Welch eine Freude. 

Gestern gab es dann natürlich erstmal ne Hofführung. Voller Stolz präsentiere ich meine Mauer…

Jetzt wurde hier auch noch gemäht

Michael meinte er zeigt das dann den nächsten wwoofern mit der Aussage: „so muss es aussehen“

Die Kinder sind ganz aus dem Häuschen und wollen gleich mit den zwei auf das große Trampolin. Das ist ein Spaß für Groß und Klein 😁

Anschließend hilft Jojo mir Stempeln und Stefan hilft Phil gefühlte 800 Schrauben aus den letzten alten Brettern der Veranda zu ziehen. 

Sieht das nicht total ulkig aus?😅

Parallel. Im Akkord. Schrauben ziehen.

Abends waren wir dann noch Essen. Ja. Wir haben uns das gegönnt. War wirklich schön. Heute sind wir für die Schafe zuständig. Also Füttern, Einstreuen und neues Stroh reinbringen. 

Na denn mal los. 

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